Geschlechterunterscheidung beim Ringelastrild
Die Geschlechterunterscheidung beim Ringelastrild ist
sehr schwierig.
Die mir bekannten Merkmale sind :
-
schmaleres Kehl- und Brustband beim Weibchen
- Dunklere Färbung
der Backen beim Weibchen
- Weibchen haben eine verwaschene
Zeichnung an den Flügelenden, Männchen eine sehr scharfe
-
Männchen sind größer
- Das zwei zusammen ein Nest
bauen, hat noch nichts zu sagen
- Männchen sitzen meist
aufrechter und gestreckter. Ihr Hals ist dabei dicker.
leider
taugen diese Merkmale nicht viel. Meist sind die Merkmale nämlich
nicht eindeutig, d.h. es könnte schon ein Männchen sein
oder noch ein Weibchen. Oder die Vögel sind so jung, dass die
Merkmale noch nicht richtig ausgeprägt sind.
Relativ
sicher kann man sein bei extrem schmalem oder extrem breitem
Brustband.
Ansonsten gilt : Männchen singen, Weibchen
legen Eier.
Neuerdings werden in Fachzeitschriften DNA
Tests zur Geschlechterbestimmung angeboten. Wer die Kosten von
ca. 16 Euro nicht scheut, für den wäre das eine
Alternative.
Eine interessante Möglichkeit stand in der
Gefiederten Welt (6/2002) : Man setzt zwei Vögel zusammen
mit anderen Prachtfinken in zwei Käfige, so das sie sich sehen
können. Dann beobachtet man ihr Verhalten, z.B. anfliegen,
singen, Lockrufe. Daraus lassen sich in der Regel sichere
Rückschlüsse auf das Geschlecht ableiten.
Eine
Abwandlung davon ist, einen Ringelastrild allein in einen Käfig
zu setzen. Männchen fangen dann nach einer Weile an zu singen,
während Weibchen nur Kontaktrufe ausstoßen.
In der
AZ VogelInfo 10/2009 war ein Artikel speziell zum Thema
Geschlechterunterscheidung bei Ringelastrilden, der alle mir
bekannten Merkmale und noch einige weitere aufzählt. Bei einem
Vergleich meiner Jungvögel haben sich diese Merkmale als
durchaus tauglich erwiesen. Die Merkmale in der Summe sind sehr gut,
es bleibt aber Abwägungssache. Da
der Artikel nicht frei verkauft wird, habe ich ihn noch einmal hier
als PDF gespeichert.
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